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Christoph Glaetzer auf der EUROPE 2026 in Berlin

Gesundheit verändert alles: Warum Gesundheitspolitik ins Kanzleramt gehört

Christoph Glaetzer steht und referiert auf der Bühne der EUROPE 2026, im Hintergrund ein Backdrop, auf dem „Ein starkes Europa braucht gesunde Menschen“ steht.

Christoph Glaetzer spricht über die Zukunft von Gesundheit, Innovation und ein starkes Europa durch gesunde Menschen.

Foto: © Johnson & Johnson

Zum Auftakt der EUROPE2026, der großen Wirtschaftskonferenz der vier führenden Medienhäuser Handelsblatt, Tagesspiegel, DIE ZEIT und WirtschaftsWoche, fand Christoph Glaetzer (Chief Global Value and Access Officer, Johnson & Johnson Innovative Medicine) deutliche Worte:

„Im Koalitionsvertrag hat die Koalition angekündigt, Deutschland (erneut) zum globalen Powerhouse für Pharma und Biotech machen, die Leitindustrie Pharma stärken zu wollen. In der Realität werden aktuell wieder einmal Sparmaßnahmen diskutiert, die genau diese Leitindustrie schwächen. Das passt nicht zusammen.“

Gesundheit als Investition verstehen

In der Diskussion betonte Christoph Glaetzer, dass Gesundheit als zentrale Zukunftsinvestition gedacht werden muss. Die Zahlen sprechen für sich: Schlechte Gesundheit kostet die EU jährlich rund 15 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Jeder in Gesundheit investierte Euro dagegen bringt mehr als den doppelten wirtschaftlichen Nutzen zurück.

Christoph Glaetzer mit Mitdiskutierenden an Rednerpult im Halbkreis stehend. Im Hintergrund: EUROPE 2026 Backdrop

Im Panel: Engagierte Diskussion über den Wertschöpfungsbeitrag von Schlüsselbranchen wie Energie und Pharma und den nötigen politischen Rückenwind.

Foto: © Johnson & Johnson

Gesundheit rechnet sich: für Menschen, Unternehmen, Sozialsysteme und Staaten. Gesunde Menschen sind produktiver, innovativer und resilienter. Sie tragen Familien, Sozialsysteme und ganze Wirtschaftsstandorte.

Forschende Unternehmen wie Johnson & Johnson stärken die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit aller Industriezweige

Unternehmen wie Johnson & Johnson Innovative Medicine investieren gezielt in Forschung & Entwicklung, damit Menschen weltweit länger gesünder leben können und krankheitsbedingte Ausfälle reduziert werden. Damit stärken sie gleichzeitig die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit aller Branchen.

Pharma ist somit strategische Infrastruktur – für die Gesundheitsversorgung ebenso wie für die wirtschaftliche Stärke Europas – und Deutschlands.

Das Wichtigste ist Planungssicherheit

Christoph Glaetzer erklärte: Damit forschende Pharmaunternehmen wie J&J ihr Potenzial als Wachstumsmotor bestmöglich ausschöpfen können und Europa und Deutschland für Investitionen globaler Unternehmen wieder attraktiver werden, braucht es vor allem:

  • Planungssicherheit: Forschende Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass der Wert ihrer Innovationen gesehen, anerkannt und incentiviert wird
  • Einen politischen Konsens: Gesundheitspolitik ist immer auch Wirtschaftspolitik und damit Standortpolitik. Gesundheitspolitik muss deshalb ressortübergreifend geplant und umsetzt werden, idealerweise unter der strategischen Leitung des Kanzleramts.

Ein souveräner Wirtschaftsstandort Europa und ein global wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort Deutschland brauchen eine starke Pharmaindustrie, betonte Glätzer. Deutschland müsse deshalb aufhören – folgend zitierte er einen bekannten deutschen Politiker – „Pharma weiter auszupressen wie eine Zitrone”.

EM-200165