Im aktuellen Interview im Monitor Versorgungsforschung befassen sich Prof. Dr. Dennis Ostwald (Gründer und CEO WifOR Institute) und Christoph Glaetzer (Chief Global Value and Access Officer, Johnson & Johnson Innovative Medicine) mit der wirtschaftlichen Bedeutung von Gesundheit und der Frage, warum ihr Potenzial in Deutschland bislang nicht konsequent genutzt wird. Obwohl sie für Wohlstand und Beschäftigung eine zentrale Rolle spiele, gelte Gesundheit noch zu häufig als Kostenfaktor.
Zentrale Kennzahlen und wirtschaftliche Bedeutung
Die Gesundheitswirtschaft
- steht für mehr als 12 Prozent des deutschen Wohlstands,
- sichert 7,7 Millionen Arbeitsplätze,
- trägt rund 500 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei und
- verantwortet knapp 10 Prozent der deutschen Exportleistung.
Vor diesem Hintergrund machen Prof. Dr. Ostwald und Christoph Glaetzer deutlich: Gesundheit ist kein Kostenfaktor, sondern eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und Wachstum.
Aus Sicht der beiden Experten muss das Potenzial von Gesundheit strategisch genutzt werden. Nur wenn sie konsequent als wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Werttreiber gedacht wird, lassen sich Resilienz, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.
Wachstumspotenziale gezielt heben
Gerade in einem von Krisen geprägten Umfeld braucht es eine klare Position zum Value of Health: weg vom reinen Kostenblick, hin zu messbarer Wirkung. Wer gezielt in Prävention, Diagnostik und moderne Therapien investiert, stärkt Wachstum, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland.
Gesundheit auf diese Weise zu begreifen, so Ostwald und Glaetzer, sei damit nicht nur eine gesundheitspolitische, sondern auch eine zentrale wirtschaftliche Aufgabe.
Hier geht’s zum globalen Whitepaper „Healthy Returns: A Catalyst for Economic Growth and Resilience“. Es wurde vom WifOR-Institute im Auftrag von Johnson & Johnson erstellt und beschäftigt sich ebenfalls mit dem Wert von Gesundheit.
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